Teil 12 — unserer Reise mit dem Wohnmobil nach Griechenland – Olympia

Rundbrief 6/2016 unserer Reise nach Griechenland — 4.10.2016

Hallo liebe Freunde,

obwohl es Sonntag war, wagten wir uns zur antiken Stätte Olympia. Ja genau: das Olympia, in dem die olympische Flamme entzündet wird. Der Parkplatz war schon voll mit Bussen und entsprechend viele Menschen strömten zum Eingangstor. Am liebsten würde ich, wenn wir unterwegs sind, den Sonntag immer streichen, denn da ist immer alles voll, sei es bei Sehenswürdigkeiten oder am Strand. Aber das müssen wir eben so hinnehmen und zum Glück verläuft sich die Masse von Leuten auf dem Gelände dann auch.

Hier etwas zu Olympia:

Im Jahr 776 v.Chr. wurden die ersten olympischen Spiele eröffnet, die von da an im 4-Jahres-Rhythmus stattfanden. Sklaven und Frauen durften an den Spielen nicht teilnehmen, nicht einmal als Zuschauer. Damals  bestanden die Wettkämpfe aber nicht nur aus sportlichen Disziplinen, sondern auch Dichter und Schriftsteller lasen aus ihren Werken vor großem Publikum.

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Olympia: Reste des Zeus-Tempels

Entsprechend wurden in Olympia viele Gebäude errichtet, so z.B. Übungsgelände für die Athleten, Ringerschule, Thermen, Säulenhallen mit Räumen „zum Umkleiden, zum Wälzen im Sand und zum Baden“. Selbstverständlich durften auch Tempel nicht fehlen. Im heiligen Bezirk des Zeus stand das wichtigste Gebäude: der riesige dorische Zeus-Tempel aus dem 5. Jahrhundert. v. Chr.

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Olympia: im Museum: So soll evtl. die Zeus-Statue (eines der sieben Weltwunder) ausgesehen haben.

mit der 12,40 m hohen Gold-Elfenbein-Statue des Zeus. Dieses stellte eines der sieben Weltwunder war.

 

Natürlich gab es noch viele weitere Gebäude, u.a. den Tempel der Hera und natürlich das Stadion, das man durch einen großen Torbogen betritt (s. Bild oben) und damals Platz für 45.000 Menschen bot.

 

Aufgrund verschiedener Erdbeben wurden die Gebäude fast alle zerstört.

Das war wirklich sehr eindrucksvoll. Das gesamte Gelände ist inzwischen sehr sorgfältig restauriert, so dass man eine gute Vorstellung bekommt, wie es einmal ausgesehen haben mag.

Im angrenzenden Museum ist ein maßstabsgetreues Modell der Anlage aufgebaut und viele Original-Teile ausgestellt. Unter anderem auch die Marmor-Statue des Hermes, die in ihrer feinen Arbeit wirklich wunderbar anzusehen ist.

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Olympia: Museum: Statue des Hermes

Das war für einen Tag mal wieder genug und da wir einen sehr schönen Übernachtungsplatz gefunden hatten,  beschlossen wir, den nächsten Tag als Faulenzer-Tag in der Sonne und im Wasser zu verbringen. Das Wasser ist wirklich wunderbar. Von der Ferne ist es leuchtend blau und wenn man drin ist und ein Stück herausschwimmt, dann legen wir uns einfach auf das Wasser und lassen uns von den Wellen schaukeln. So lässt es sich gut aushalten.

Und am nächsten Morgen fragte mich ein Womo-Nachbar, ob wir das Erdbeben (!!!) bemerkt hätten, morgens gegen 5.30 Uhr habe das Womo so stark gewackelt, als wenn draußen jemand stünde und es hin- und herschaukelt. Wir haben das kaum geglaubt, weil wir nichts bemerkt haben, aber ein anderer Womo-Nachbar hat im Internet recherchiert und tatsächlich: es hat hier zu der Zeit ein leichtes Erdbeben gegeben. Und wir haben das total verschlafen. Aber leichte Erdbeben sind hier wohl auch nichts Besonderes, das sieht man ja an den antiken Anlagen, die fast alle durch Erdbeben zerstört wurden. Solange es nicht heftiger wird, können wir aber sehr beruhigt sein.

Liebe Grüße

Helga und Albert

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