Teil 8 – unserer Reise mit dem Wohnmobil Richtung Pyrenäen – Omaha Beach

Nun aber sind wir wieder an die Küste zurückgekehrt.

Omaha Beach

Hier an der Küste der Normandie ist die Geschichte mehr als lebendig. Auf einer Länge von 80 km Sandstrand gab es hier die größte Militäroperation der Geschichte:

Am frühen Morgen des 6. Juni 1944 (D-Day) landete hier eine Flotte von 7000 Schiffen. Zehntausende von Soldaten aus Großbritannien, Kanada, USA und anderen Ländern gingen hier an Land. Die härtesten Kämpfe gab es in Omaha Beach. Die aus den Landungsbooten stürmenden Soldaten wurden von den deutschen Soldaten in ihren Stellungen mit Maschinengewehrfeuer regelrecht „niedergemäht“, so dass anfangs nur einer von zehn Soldaten den Strand lebend erreichten. Zig-tausende von Soldaten auf allen Seiten ließen hier ihr Leben, wurden verwundet oder gefangen genommen.

Entsprechend sieht die Landschaft hier aus: Gedenkstätten, Erinnerungstafeln, alte Panzer und Geschütze stehen überall. Als wir vor 8 Jahren hier waren, habe ich es nicht lange hier ausgehalten und sind schnell weitergefahren. Dieses Jahr haben wir uns bewusst dafür entschieden, uns die Gedenkstätte Omaha Beach bei Colleville-sur-Mer (s. BIld oben) anzusehen. Neben einem Visitor-Center gibt es einen riesigen Friedhof für 9386 gefallene amerikanische Soldaten. (Die Überreste weiterer 14.000 Soldaten wurden in die USA überführt.) Ich konnte es nicht fassen. Diese Unmenge von gleichen weißen Kreuzen auf einem riesigen Gelände hat mich tief betroffen gemacht. Den Friedhof für die 21.222 deutschen gefallenen Soldaten habe ich mir nicht mehr ansehen können.

Es ist sehr erschütternd, an diesen Orten zu sehen und sich ins Bewusstsein zu rufen, wieviel Unheil hier geschehen ist und welch wahnsinnige Menge an – meist jungen – Menschen hier ihr Leben gelassen haben. (Hier einige Zahlen aus meinem Reiseführer: 200.000 deutsche Gefallene und Verwundete; ebenso viele gerieten in Gefangenschaft. Ca. 53.000 alliierte Soldaten verloren ihr Leben, mehr als 150.000 wurden verwundet und fast 20.000 gelten als vermisst.) Noch nie sind mir diese Zahlen und das Ausmaß des Krieges so drastisch und deutlich vor Augen geführt worden.

Skulptur „Les Braves“

Ein Stück weiter in Saint-Laurent-Sur-Mer (bei Omaha Beach) steht auf dem Strand eine große Skulptur. Sie heißt: „Les Braves“ und soll die Hoffnung und den Mut der Soldaten symbolisieren, die sich im Kampf um die Freiheit verbrüdern.

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