Teil 21 – unserer Reise mit dem Wohnmobil über die Balkanroute nach Griechenland und Italien – Albanien: Girokastra

Rundbrief 8/2017  —  Albanien, den 30.9.2017

Hallo liebe Freunde,

na, der Tag find ja gut an oder besser weniger gut. Wir sind um den Ort Fier herumgeirrt und haben die Straße nach Gjirokastra gesucht.

Leider stimmten Navi und Landkarte nicht überein und als wir schon verzweifelt vor einem Restaurant hielten und die Karte studierten, kam ein freundlicher junger Mann und fragte uns auf englisch, ob und wie er uns helfen kann. Er erklärte uns, dass unsere Landkarte veraltet sei und es eine neue Schnellstraße gibt, die bei uns noch nicht verzeichnet ist. (wieder ein besonders freundlicher Albaner). Er wies uns den Weg dorthin (ca. 17 km zurück) und dann fand auch unser Navi den Weg. Tatsächlich war es eine neue Schnellstraße, ohne Löcher und Huckel und gut zu fahren. So kamen wir dann doch relativ schnell zuerst zum Ort Tepelene. Hier gibt es wohl die wasserreichste Gegend von Albanien, denn im Tal befindet sich ein riesiges Flussbett – allerdings zu dieser Zeit fast ausgetrocknet. Trotzdem kamen direkt neben der Straße etliche Quellen aus den Felsen und viele Leute füllten hier ihre Trinkflaschen. Schließlich befindet sich hier auch eine Mineralwasser-Fabrik in Albanien. Das ließen auch wir uns nicht entgehen und entleerten schnell unseren Frischwasser-Tank im Womo, um ihn mit frischem Quellwasser neu aufzufüllen.

Unser Zielort Gjirokastra näherte sich:

Girokastra – von der Festung aus gesehen

Gjirokastra zählt seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Sie ist eine der ältesten Städte des Landes und wichtiges kulturelles Zentrum Südalbaniens. Die Stadt ist Geburtsort des ehemaligen Diktators Enver Hoxha. Der Burgfelsen, der das ganze Tal dominiert, wurde vermutlich schon im 3. Jahrhundert v. Chr. besiedelt, erstmals mit Mauern befestigt wurde die Anlage im 6. Jahrhundert.

 Durch ein riesige Tor gelangt man in das Innere der Festung und sofort in einen düsteren langen Gang, in dem links und rechts alte Geschütze aufgebaut sind und sogar ein kleiner italienischer Panzer aus dem 2. Weltkrieg. (s. Bild oben).

Das alles verstärkt den düsteren Eindruck und wenn man dann noch weiß, dass in den Gewölben politisch Gefangene eingekerkert wurden, da hat es mich fast gegruselt. Aber natürlich gibt es – wie bei jeder auf einem Hügel gelegenen Festung – einen wunderbaren Blick in die darunter liegende Stadt und umgebenden Berge.

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