Teil 41 – unserer Reise mit dem Wohnmobil nach Irland: Newgrange

Rundbrief 18/2016 unserer Reise nach Irland  — 20.6.2016

Hallo liebe Freunde,

nach der Großstadt Belfast wartete eine der ältesten Kulturstätten Irlands auf uns: Brú na Bóinne.

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Gräber in Knoth

Hierbei handelt es sich um eine gewaltige neolithische Totenstadt, noch 1000 Jahre älter als Stonehenge. (also ca. 6.000 Jahre alt). Es befinden sich hier mehrere solcher Stätten, die wichtigsten sind Newgrange, Knowth und Dowth.
In Knowth befindet sich der größte Grabhügel, umgeben von 17 Nebengräbern, die wie Satelliten um den Haupthügel herum liegen und etwa 300 verzierte Steine. Dowth ist ein Rundhügel mit ca. 63 m Durchmesser, kann man aus Sicherheitsgründen aber nicht besichtigen. Newgrange ist das bekannteste und schönste Rundgrab. 80 m Durchmesser, 13 m hoch und die vordere Rundung ist mit weißen Steinwällen verkleidet. Dieses ist Irlands tollstes steinzeitliches Ganggrab, eine der bemerkenswertesten prähistorischen Stätten Europas. Es stammt von 3.200 v. Chr. und ist somit 600 Jahre älter als die Pyramiden.

(Bild s. oben)

Auch wenn wir vor 6 Jahren hier schon einmal waren, hat es mich heute wieder genauso beeindruckt und natürlich habe ich viele Einzelheiten dieses Mal mehr wahrnehmen können als damals.

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Gräber in Knowth

Insbesondere Newgrange ist ein so erstaunliches Bauwerk, von dem man bis heute noch nicht genau weiß, warum und wofür es errichtet wurde. Es könnte ein königliches Grabmal sein, ein rituelles Zentrum oder auch ein Kalender, denn nur zur Wintersonnenwende (21. Dezember) dringt Sonnenlicht durch eine kleine Öffnung oberhalb des Eingangs. Das wird von einem Führer eindrucksvoll demonstriert. Normalerweise wäre es in dem Grab dunkel, heute gibt es selbstverständlich für die Besucher elektrisches Licht dort, aber zu Demonstrationszwecken wird es dann ausgeschaltet und Licht durch die Eingangsöffnung hereingelassen, so dass der 19 m lange Gang in gespenstischem Licht erscheint.

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Eingang mit dekoriertem Stein in Newgrange

 

Wie gesagt, immer wieder eindrucksvoll diese Anlagen. Leider hat es heute in Strömen geregnet und das trübt dann das Erlebnis doch ein wenig. Aber wir kennen es ja auch bei Sonne. Vor 6 Jahren strahlte sie hier von einem blauen Himmel.

Ach, im übrigen: Heute, am Sonntag, 20.6.2016, wird hier Vatertag gefeiert. An vielen Orten wurden bereits gestern Zelte und Imbiss-Stände aufgebaut, ich denke, da ist vieles im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Auf alle Fälle haben wir keine „Väter“ mit Bollerwagen gesehen. Vatertag wird hier wohl anders begangen.

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