Teil 14 – unserer Womo-Reise nach Sardinien – Cala Lunga auf Sant’Antioco

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6-3 Südspitze der Insel Sant'Antioco
Südspitze der Insel Sant’Antioco

Danach folgten wir Empfehlungen anderer Womo-Reisender und fuhren über einen Damm (den schon die Römer bauten) auf die Insel Sant’Antioco

 

und landeten tatsächlich in einer kleinen Badebucht direkt auf dem Sandstrand, umgeben von hohen Felsen  (Bild s. oben).

6-4 aBadebucht Cala Lunga auf Sant'Antioco
Badebucht Cala Lunga auf Sant’Antioco

Standen wir zunächst mutterseelenallein hier, kam später tatsächlich doch noch ein weiteres Womo dazu, das bereits am Tag zuvor in einer anderen Bucht neben uns stand. So fühlten wir uns dann doch nicht so ganz verlassen.

War es anfangs nur wenig windig ,änderte sich das am Abend schlagartig: Schweres Gewitter, Sturm, heftigste Regenfälle. Uns wurde ganz anders, schließlich standen wir direkt auf dem Sandstrand. Zwar hatten wir Unterlegkeile unter die Reifen gelegt, aber bei dem starken Regen und Sturm hatten wir doch Sorge, ob wir evtl. wegrutschen. Irgendwie haben wir darum tatsächlich die ganze Nacht fast nicht geschlafen, pausenlos erhellten die Blitze den Himmel, der Donner dröhnte über uns, der Regen prasselte lautstark auf unser Dach und das Womo schaukelte hin und her. Dazu kam noch etwas Seltsames: Haben wir anfangs an einer Stelle am Strand starken Schwefelgeruch wahrgenommen, drückte der Sturm diesen Geruch auch immer wieder in unser Womo. Zeitweise kam ich mir wirklich vor wie in der Hölle.

Am nächsten Morgen gab es ein eiliges Frühstück und dann machten wir uns mit Herklopfen an die Weiterfahrt. Aus dem Sand kamen wir gut heraus, dann der Zuweg zur Bucht: Er bestand aus einem stark abfallenden Schotterweg (nunmehr bergauf), in dem sich tiefe Pfützen gebildet hatten. Mein lieber Mann und unser Womo haben diese Schwierigkeit gut gemeistert. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir in einem Geländewagen sitzen und nicht im Womo. Auf der Hauptstraße angekommen, atmeten wir erst einmal erleichtert auf. So ist das eben, wenn man in der ersten Reihe stehen will.

6-4 bBadebucht Cala Lunga auf Sant'Antioco
Badebucht Cala Lunga auf Sant’Antioco – am nächsten Morgen stand das Wasser bis kurz vor unser Womo.

Aber nun – wohin? In den Bergen hingen die Regenwolken ganz tief – also auf einen asphaltierten Parkplatz am Meer. Der war auch schnell gefunden und wir hofften, der starke Wind würde die Regenwolken ins Landesinnere treiben. Anfangs war es auch so, so dass wir fast 2 Stunden barfuß und mit kurzer Hose – aber mit Regenjacke – am Sandstrand entlang laufen und die unglaublich aufgewühlte See bestaunen konnten. Der Wind ließ die Wellen nur so an den Strand toben, wo sie sich mit weißen Gischkronen überschlugen.

Leider wurde der Sturm immer heftiger, das Womo schaukelte so sehr, dass wir beide keine weitere Nacht in Sorge verbringen wollten. So starteten wir in die nächste größere Stadt – Iglesias – und fanden Schutz vor dem Sturm auf einem Parkplatz vor einer Kirche. Wenn das kein gutes Omen ist!

Der Wetterbericht sagt noch bis morgen Mittag Regen und Wind voraus, aber dann soll die Sonne wieder kommen. Wir glauben diese Nachricht gern.

 

Liebe Grüße     Helga und Adalbero

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